In Kürze

Hier finden Sie Informationen über die Risiken des Konsums von psychoaktiven Stoffen und zum aktuellen Wissensstand der Prävention.

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Auf den untenstehenden Internetseiten finden Sie Informationen zu Wirkung und Risiken von illegalen und legalen Substanzen sowie über Verhaltensformen, die in die Abhängigkeit führen.

Wenn Sie weitere Informationen und Fakten zu Suchtmitteln oder zur Suchtprävention suchen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Tel. +41 (0) 44 872 77 33. Wir stellen Ihnen gerne die gewünschten Unterlagen per Post zu.

Gesundheit

«Gesundheit ist der Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten und Gebrechen.» So definiert die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits 1948 den Begriff. Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Sucht und anderen Krankheiten.

Gesundheitsförderung

«Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl Einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheitsförderung als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen.» Ottawa Charta, 1986

Dieses Verständnis von Gesundheit geht davon aus, dass Menschen lernfähig sind. Sie können sich verändern und Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. Es bedeutet aber auch, dass strukturelle oder gesellschaftliche Bedingungen aktiv zugunsten der Gesundheit beeinflusst werden sollen. Die Suchtprävention ist somit ein Teil einer umfassenden Gesundheitsförderung.

Sucht

Sucht hat vielfältige Erscheinungsformen. Sie kann an Substanzen wie zum Beispiel Alkohol, Tabak, Medikamente oder Kokain gebunden sein. Sie kann aber auch unabhängig von Suchtmitteln auftreten, wie beispielsweise in der Spielsucht. Unter Sucht versteht man ein zwanghaftes Verhalten, mit dem man sich – und oftmals anderen – Schaden zufügt. Die Merkmale sind: Kontrollverlust, Toleranzbildung gegenüber dem Suchtmittel, Entzugserscheinungen, Wiederholungszwang. Die Entstehung von Sucht ist ein Prozess, dabei spielen individuelle, soziale, ökonomische und kulturelle Faktoren eine Rolle.

Suchtprävention

Die Suchtprävention ist ein Teil der nationalen Drogenpolitik mit ihren vier Säulen Prävention, Therapie, Schadensminderung und Kontrolle/Repression. Im Kanton Zürich wird mit acht regionalen Suchtpräventionsstellen und acht kantonsweit tätigen Fachstellen die Suchtprävention sichergestellt.

Suchtprävention unterstützt Bestrebungen, einer möglichen Suchtentwicklung zuvor zu kommen, indem sie die individuellen Ressourcen und Abwehrkräfte beim einzelnen Menschen stärkt.

Präventionsziele

  • Stärken eines gesunden, kultivierten und massvollen Verhaltens beim Suchtmittelkonsum.
  • Eine Suchtentwicklung verhindern, indem Risiken benennt und Alternativen zur Sucht aufgezeigt werden.
  • Gesundheitsförderliche Beeinflussung von Verhaltensweisen und Lebensverhältnissen.

Schutz- und Risikofaktoren

Ein wichtiger Ansatz in der Suchtprävention beruht auf der Erforschung von Faktoren, die eine Suchtgefährdung fördern können (Risikofaktoren), und denjenigen, die eine hemmende Wirkung haben (Schutzfaktoren).

Beispiele für Schutzfaktoren

  • Ein emotional unterstützendes Familienklima.
  • Die Erfahrung, dass man selbst etwas bewirken kann.
  • Die Fähigkeit besitzen, gut zu kommunizieren.
  • Probleme lösen zu können.
  • Befriedigende Schul- und Ausbildungssituation.

Beispiele für Risikofaktoren

  • Permanente familiäre Belastungen.
  • Suchtmittelkonsum der Eltern, Freunde, Kollegen.
  • Mangelnde Kompetenzen, Schwierigkeiten zu meistern.
  • Fehlende Entwicklungs- und Zukunftsperspektiven.

Personen- und strukturorientierte Prävention

Unsere Arbeit richtet sich entweder an einzelne Personen (personenorientierte Prävention) oder fokussiert gesellschaftliche Strukturen (strukturorientierte Prävention).

Die personenorientierte Suchtprävention richtet sich mit Projekten und Programmen direkt an eine definierte Zielgruppe – Kinder, Jugendliche, Erwachsene – und/oder Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen – Eltern, Lehrpersonen, Ausbildner/-innen, Betreuer/-innen usw. Neben der Information über Suchtmechanismen und Suchtmittel geht es dabei insbesondere um die Förderung von Lebenskompetenzen.

In der strukturorientierten Prävention arbeiten wir daran, suchtbegünstigende Strukturen abzubauen. Dafür fördern wir beispielsweise vernetzte Jugendschutzbemühungen beim Alkoholverkauf in der Gemeinde oder den Aufbau wirksamer Massnahmen für die Früherkennung von Suchtproblematiken an Schulen.

Ursachenorientierte Prävention

So vielfältig wie die Entstehungsbedingungen und Erscheinungsformen von Sucht sind die Möglichkeiten für eine sinnvolle Prävention. Neben der Aufklärung über die Gefahren von Genuss- und Suchtmitteln steht im Zentrum der ursachenorientierten Suchtprävention die Stärkung der Menschen in ihren persönlichen Einstellungen und Verhaltensweisen, um sie vor einer Suchtentwicklung zu schützen, sowie die Förderung von Lebensbedingungen, die das Suchtrisiko vermindern helfen.

Projektarbeit

Suchtprävention ist keine Eintagsfliege, die zum Beispiel mit einer Informationsveranstaltung erledigt wäre. Sowohl bei der personen- als auch bei der strukturorientierten Suchtprävention geht es darum, Prozesse in Gang zu bringen. Die Suchtpräventionsstelle unterstützt und begleitet Einzelpersonen und Gruppen in der Planung und Durchführung von verschiedenen Projekten zur Suchtprävention. Wir stützen uns dabei auf ein ein undefinedanerkanntes Projektmanagement-Instrument ab.

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